Das Gedicht im Oktober

Wilhelm Busch

Im Herbst

Der schöne Sommer ging von hinnen,    ( von hinnen= weggehen, fort )

Der Herbst, der reiche, zog ins Land.      (der Herbst ist jetzt da)

Nun weben all die guten Spinnen

So manches feine Festgewand.    (Spinnen weben ihre Netze, das sieht schön aus)

 

 

Sie weben zu des Tages Feier

Mit kunstgeübtem Hinterbein

Ganz allerliebste Elfenschleier

Als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.  (Hain: kleiner Wald)

 

 

Ja, tausend Silberfäden geben   (man sieht viele silberne Fäden von Spinnen)

Dem Winde sie zum leichten Spiel,

Sie ziehen sanft dahin und schweben

Ans unbewußt bestimmte Ziel.

 

Sie ziehen in das Wunderländchen,

Wo Liebe scheu im Anbeginn,

Und leis verknüpft ein zartes Bändchen

Den Schäfer mit der Schäferin.

 

 

Frage: Wie sagt man auch zu dieser Zeit? 

andere Oktober-Gedichte: Friedrich Hebbel: Herbstbild ; Theodor Storm: Oktoberlied ;

 

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