Das Mai – Gedicht

 

Ludwig Heinrich Christoph Hölty

Frühlingslied

Die Luft ist blau, das Tal ist grün,
die kleinen Maienglocken blühn
und Schlüsselblumen drunter;
der Wiesengrund ist schon so bunt
und malt sich täglich bunter.

Drum komme, wem der Mai gefällt,
und freue sich der schönen Welt
und Gottes Vatergüte,
die diese Pracht hervorgebracht,
den Baum und seine Blüte.

 

Adjektive: blau, grün, klein, bunt (bunter), schön

Verben: ist (sein), blühn (blühen), malt (malen), komme (kommen), gefällt (gefallen), freue sich (sich freuen), hervorgebracht (hervorbringen)

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Der schnelle Witz

Das erste Mal in Deutschland. Am Flughafen nimmt der Student sich ein Taxi.

Der Fahrer fragt: “Wohin?”

Der Student antwortet: “Akkusativ!”

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Das Gedicht im Juli

Hoffmann von Fallersleben
Wie freu’ ich mich der Sommerwonne!

Wie freu’ ich mich der Sommerwonne,
Des frischen Grüns in Feld und Wald,
Wenn’s lebt und webt im Glanz der Sonne
Und wenn’s von allen Zweigen schallt!

Ich möchte jedes Blümchen fragen:
Hast du nicht einen Gruß für mich?
Ich möchte jedem Vogel sagen:
Sing, Vöglein, sing und freue dich!

Die Welt ist mein, ich fühl es wieder:
Wer wollte sich nicht ihrer freu’n,
Wenn er durch frohe Frühlingslieder
Sich seine Jugend kann erneu’n?

Kein Sehnen zieht mich in die Ferne,
Kein Hoffen lohnet mich mit Schmerz;
Da wo ich bin, da bin ich gerne,
Denn meine Heimat ist mein Herz.

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Das Juni – Gedicht

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben  

Beim Regen

Liebe Sonne, scheine wieder,
Schein’ die düstern Wolken nieder!
Komm mit deinem goldnen Strahl
Wieder über Berg und Tal!

Trockne ab auf allen Wegen
Überall den alten Regen!
Liebe Sonne, lass dich sehn,
Dass wir können spielen gehn!

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Das April – Gedicht

 

Erich Kästner

Der April

Der Regen klimpert mit einem Finger
die grüne Ostermelodie.
Das Jahr wird älter und täglich jünger.
O Widerspruch voll Harmonie!

Der Mond in seiner goldnen Jacke
versteckt sich hinter dem Wolken-Store.
Der Ärmste hat links eine dicke Backe
und kommt sich ein bisschen lächerlich vor.
Auch diesmal ist es dem März geglückt:
er hat ihn in den April geschickt.

Und schon hoppeln die Hasen,
mit Pinseln und Tuben
und schnuppernden Nasen,
aus Höhlen und Gruben
durch Gärten und Straßen
und über den Rasen
in Ställe und Stuben.

Dort legen sie Eier, als ob’s gar nichts wäre,
aus Nougat, Krokant und Marzipan.
Der Tapferste legt eine Bonbonniere,
er blickt dabei entschlossen ins Leere -
Bonbonnieren sind leichter gesagt als getan!

Dann geht es ans Malen. Das dauert Stunden.
Dann werden noch seidene Schleifen gebunden.
Und Verstecke gesucht. Und Verstecke gefunden:
Hinterm Ofen, unterm Sofa,
in der Wanduhr, auf dem Gang,
hinterm Schuppen, unterm Birnbaum,
in der Standuhr, auf dem Schrank.

Da kräht der Hahn den Morgen an!
Schwupp sind die Hasen verschwunden.
Ein Giebelfenster erglänzt im Gemäuer.
Am Gartentor lehnt und gähnt ein Mann.
Über die Hänge läuft grünes Feuer
die Büsche entlang und die Pappeln hinan.
Der Frühling, denkt er, kommt also auch heuer.
Er spürt nicht Wunder noch Abenteuer,
weil er sich nicht mehr wundern kann.

Liegt dort nicht ein kleiner Pinsel im Grase?
Auch das kommt dem Manne nicht seltsam vor.
Er merkt gar nicht, dass ihn der Osterhase
auf dem Heimweg verlor.

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Das Gedicht im März

Schneeglöckchen

Schneeglöckchen

 Theodor Storm  März

Und aus der Erde schauet nur
Alleine noch Schneeglöckchen;
So kalt, so kalt ist noch die Flur,
Es friert im weißen Röckchen.

 

 

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Das Gedicht im Februar

Otto Julius Bierbaum

Winter

Weg und Wiese zugedeckt,
und der Himmel selbst verhangen,
alle Berge sind versteckt,
alle Weiten eingegangen.

Ist wie eine graue Nacht,
die sich vor den Tag geschoben,
die der Sonne glühe Pracht
schleierdicht mit Dunst umwoben.

Oder seid ihr alle tot:
Sonne, Mond und lichte Sterne?
Ruht das wirkende Gebot,
das euch trieb durch Näh und Ferne?

Leben, lebst du noch ringsum?
Sind verschüttet alle Wege?
Grau und eng die Welt und stumm.
Doch mein Herz schlägt seine Schläge.

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Sprüche an Häusern

offen

offen

Die Tür steht offen, das Herz noch mehr.

Dieser Spruch steht an einem alten Fachwerk-Haus im Harz.

Das bedeutet, dass in diesem Haus alle willkommen sind, Gäste gerne gesehen werden.

Eine schöne Einladung!

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Das Gedicht zu Neujahr

Wilhelm Busch

Zu Neujahr

Will das Glück nach seinem Sinn
dir was Gutes schenken,
sage Dank und nimm es hin
ohne viel Bedenken.
Jede Gabe sei begrüßt,
doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
möge dir gelingen.

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Frohe Weihnachten!

Feliz navidad y und prospero ano nuevo!

Boas Festas e Feliz Ano Novo!

Glædelig Jul og godt nytår!

Joyeux Noël et Bonne Année!

Fröhliche Weihnachten und ein glückliches neues Jahr!

Kala Christougenna Kieftihismenos O Kenourios Chronos!

Kellemes karácsonyi ünnepeket és boldog új évet!

Buon Natale e Felice Anno Nuovo!

Christmasu omedeto gozaimasu! Shinnen mo yoroshiku onegai itashimasu!

Sung Tan Chuk Ha!

Kung His Hsin Nien bing Chu Shen Tan!

Vrolijk Kersfeest en ‘n gelukkige nuwe jaar!

Wesolych Swiat Bozego Narodzenia!

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